Andrea Leitner, Kreimer M
Wie in allen anderen europäischen Ländern, ist die Erwerbsbeteiligung der österreichischen Frauen in Österreich deutlich gestiegen. Diese Entwicklung war vor allem in den 70er und 80er Jahren zu beobachten und setzte sich in den 90er Jahren zwar fort, aber im deutlich abnehmenden Ausmaß und ohne Angleichung der finanziellen Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben. Denn die zunehmende Erwerbsbeteiligung der Frauen erfolgte hauptsächlich über Teilzeitarbeit und die Beschäftigungsdifferenzen zwischen Frauen mit und ohne Kinder sind kaum gesunken. Während die ökonomischen Rahmenbedingungen - sowohl die verstärkte Nachfrage nach Arbeitskräften als auch die finanzielle Notwendigkeit von Familien zum Zweitverdienst - die Frauenerwerbsarbeit förderten, haben sozialpolitische Reformen der letzten drei Jahrzehnte nur wenig zu einer steigenden Erwerbsbeteiligung beigetragen. Im wesentlichen blieb das österreichische Sozialsystem dem male-breadwinner-Modell verhaftet, nachdem Frauen nur dann am Erwerbsleben teilnehmen, wenn die Familie versorgt ist und das für Frauen ein "Nacheinander" und kein "Nebeneinander" von Familie und Beruf vorsieht.
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Lorenz Lassnigg