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Projects: Lifelong Learning
 



Grundlagen für die Entwicklung eines Systems des Lebenslangen Lernens in Wien. Analysen, Prognosen und strategische Ansätze,

"Lebensbegleitendes Lernen" ist in unserer Wissensgesellschaft ein vielfach strapazierter Begriff und gilt oft als Zauberformel für die wirtschaftlichen Herausforderungen moderner Gesellschaften. Die Halbwertszeit des Wissens und die Produktlebenszyklen verkürzen sich, Information und Qualifikation werden zu wesentlichen Standortvorteilen in einer sich zunehmend globalisierenden Konkurrenzsituation. Die ein gesamtes Berufsleben ständig begleitende Fort- und Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen wird zur unabdingbaren Notwendigkeit, weil es aufgrund der demographischen Entwicklung und der laufenden Veränderung der Wissensbasis nicht mehr möglich ist, den Qualifikationsbedarf des Wirtschaftssystems nur durch nachfolgende Generationen abzudecken. Nicht selten wird vor diesem Hintergrund unter lebensbegleitendem Lernen nur eine lebenslängliche Aus- und Weiterbildung verstanden: Doch das Konzept des lebensbegleitenden Lernens reicht darüber hinaus und umfasst neben einer wirtschaftlichen auch eine soziale und demokratiepolitische Dimension.

Die Definition Lebensbegleitenden Lernens im "Memorandum über Lebenslanges Lernen" (EU 2000) umfasst alle zielgerichteten und zweckmäßigen Lerntätigkeiten, die eine kontinuierliche Verbesserung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen nach sich ziehen. Ziel der EU ist es durch lebensbegleitendes Lernen die Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit, die soziale Eingliederung und persönliche Entfaltung sowie die aktive StaatsbürgerInnenschaft zu fördern. Um diese Zielsetzungen zu erreichen soll in allen Mitgliedsstaaten ein System des lebensbegleitenden Lernens etabliert werden.

Die Studie setzt sich nun auf Basis empirischer
Untersuchungen mit den Ansatzpunkten und Möglichkeiten
der Etablierung eines Systems des Lebenslangen
Lernens in Wien auseinander.

Zur quantitativen Analyse der Ansatzpunkte eines Systems
des Lebenslangen Lernens in Wien werden die Struktur
der Arbeitslosigkeit und Weiterbildungsbeteiligung in Wien
untersucht sowie die Entwicklung von Beschäftigungs-
und Bildungsindikatoren prognostiziert.

Die qualitative Analyse konzentriert sich auf Basis von
Literaturstudium und ExpertInneninterviews auf die
Darstellung internationaler best-practice Beispiele für
Systeme des Lebenslangen Lernens (Learning Cities,
Learning Partnerships), die Erarbeitung möglicher
Zielsetzungen sowie von Strategien zum Aufbau und
möglichen Organisationsstrukturen eines LLL-Systems in
Wien.
Auf der Meso-Ebene wird der Stellenwert von "Bildung" im Rahmen von Wr. EU-Programmen untersucht und werden Vorschläge erarbeitet, wodurch das LLL im Rahmen derartiger Projekte gefördert werden könnte.
Auf der Mikro-Ebene schließlich stellt sich die Frage nach der praktischen Umsetzung der drei Säulen des LLL. In diesem Zusammenhang werden abschließend drei innovative Ansätze vorgestellt.
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Project team

Mario Steiner, Peter M. Steiner, Lorenz Lassnigg, Peter Prenner

Runtime

07–07.2002 (finished)

Client

WZW - Wissenschaftszentrum Wien

Project documentation

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