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Education

Projects: Lifelong Learning
 



Community Education in Österreich

Community Education zielt zum einen darauf, institutionelle, ökonomische, soziale und kulturelle Bildungsbarrieren zu überwinden. Zum anderen gehen die Potentiale und Ziele von Community Education über jene herkömmlicher Erwachsenenbildungsarbeit hinaus. Dementsprechend wurde die Verstärkung von Community-Education-Ansätzen auch als eine von zwölf Aktionslinien der österreichischen LLL-Strategie formuliert. Allerdings gibt es kaum aktuelle Informationen über die Existenz und die Ausprägungen von Community Education in Österreich. Die Studie soll diese Lücke schließen

Community Education ist – gemeinhin ausgedrückt – die Zusammenführung von Bildungs- und Gemeinwesenarbeit. Die historischen Wurzeln von Community Education sind im englischsprachigen Raum zu finden, wo Community Education weiterhin diskutiert und in unterschiedlicher Form gepflegt wird. Auch in Österreich werden gemeinwesenorientierte Bildungsprozesse in unterschiedlichster Form organisiert, allerdings gibt es dazu kaum aktuelle Daten. Die geplante Studie soll deshalb ein möglichst klares Bild skizzieren, inwieweit Community Education in Österreich bereits umgesetzt wird, welche Formen von Community Education existieren, was ihre jeweiligen Stärken sind und wie die Weiterentwicklung gefördert werden könnte.

Community Education ist keineswegs ein selbsterklärender Begriff. Die Studie grenzt den Untersuchungsgegenstand Community Education folgendermaßen ab:

  • Lernen wird als Erweiterung des Wissens, der Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung von Lebenssituationen verstanden.

  • Lern- bzw. Tätigkeitsinhalte basieren auf den Interessen der Community und ihrer Mitglieder. Sie bestimmen selbst, was für sie relevantes Wissen ist.

  • Die Lernprozesse können, müssen aber nicht von der Community selbst organisiert werden, d.h. Erwachsenenbildungseinrichtungen, Büchereien, Jugendarbeit, Beratungsinstitutionen, kommunale Einrichtungen, sonstige Institutionen bzw. Netzwerke von Einrichtungen können Strukturen und Humanressourcen zur Schaffung von Lerngelegenheiten und zur Gestaltung der Lernprozesse bereitstellen.

  • Es werden wohnortnahe und niederschwellige Alternativen zu Frontalunterricht und Vortrag bereitgestellt.

  • Ziel der Initiative ist Empowerment, insbesondere von sozial, regional oder bildungsbenachteiligten Personen und die Steigerung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe und/oder die Verbesserung ihrer Lebenssituation.

  • Nicht berücksichtigt werden in der geplanten Studie rein internetbasierte/virtuelle Communities, Communities, die sich aus gemeinsamen Berufen oder gesellschaftlichen Funktionen bilden, rein fachliche/funktionale Ausbildung, wie sie NGOs und Vereine ihren Mitgliedern zur kompetenten Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeit anbieten sowie Angebote für Kinder.

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Project team

Elfriede Wagner, Lorenz Lassnigg, Mario Steiner

Runtime

11.2011–11.2012 (finished)

Client

BMUKK

Project documentation

Abschlussbericht PDF, 3.8 MB