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Projects: Gender and equity
 



Dropouts und Übergangsprobleme. Ausmaß und soziale Merkmale von BildungsabbrecherInnen sowie Jugendlichen mit Einstiegsproblemen in die Berufstätigkeit

Das Ausmaß der Dropouts aus dem Bildungssystem, sowie jener Jugendlichen (15-24-Jährige), die mit Problemen beim Übergang vom Ausbildungs- in das Beschäftigungssystem konfrontiert sind, auf Basis des Mikrozensus 1994-2003 zu berechnen, bildet den zentralen Gegenstand im Rahmen dieser Untersuchung. Zur Berechnung des Ausmaßes von Dropouts wird jener Kohortenanteil bestimmt, der sich weder in Ausbildung befindet noch über einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verfügt. Der Transitionproblemgruppe wiederum werden unabhängig von ihrem Bildungsstand Jugendliche hinzugerechnet, die sich nicht in Ausbildung und nicht in Beschäftigung befinden.

Über das reine Ausmaß hinaus werden diese beiden Gruppen hinsichtlich verschiedener soziodemographischer Merkmale wie z.B. Geschlecht, StaatsbürgerInnenschaft und regionale Herkunft näher beschrieben. Über eine Verknüpfung der Daten von Dropouts und der Übergangsproblemgruppe mit denen ihrer Eltern werden schließlich Erkenntnisse darüber erzielt, welchem gesellschaftlichen Milieu bzw. welcher Schicht die beiden untersuchten Problemgruppen entstammen. So wird es möglich den Bildungshintergrund, die berufliche Stellung und den aktuellen Arbeitsmarktstatus der Eltern zu bestimmen.

Diese Berechnungen stellen auf mehreren Ebenen eine wesentliche Bereicherung des Informationsstandes über diese beiden Gruppen von Jugendlichen dar. Während der Anteil der Dropouts sogar Gegenstand eines EU-Schlüsselindikators im Rahmen des Lissabon-Prozesses ist, wird durch die Berechnung des Anteils von Jugendlichen mit Übergangsproblemen eine alternative Form der Bestimmung von Jugendlichen mit Beschäftigungsproblemen vorgestellt, die auch jene jungen Menschen umfasst, die nicht beim Arbeitsmarktservice als arbeitssuchend oder arbeitslos gemeldet sind.

Davon abgesehen gab es in Österreich bisher kaum Untersuchungen der soziodemographischen Merkmale und des sozialen Hintergrunds früher BildungsabbrecherInnen. Aber auch die Charakterisierung Jugendlicher mit Übertrittsschwierigkeiten vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem hinsichtlich ihrer sozialen Herkunft bietet Zusatzinformationen, die über die Möglichkeiten im Rahmen der Arbeitslosenstatistik hinausreichen. Durch diese Berechnungen und Analysen wird die Planungsgrundlage für bildungs- und arbeitsmarktpolitische Interventionen wesentlich verbessert. Genau dies zu erreichen ist Ziel der Studie.
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Project team

Mario Steiner

Runtime

11.2004–08.2005 (finished)

Client

Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Project documentation

Dropout und Übergangsprobleme PDF, 406 KB