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Projects: Gender and equity
 



Bildungsabbruch und Beschäftigungseintritt. Ausmaß und soziale Merkmale jugendlicher Problemgruppen

Jugendliche ohne Ausbildung stellen eine Problemgruppe in Österreich dar, die bisher kaum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen ist. Die Fragestellungen dieses Forschungsprojekts beziehen sich demnach einerseits auf die frühen SchulabbrecherInnen und andererseits auf den Beschäftigungseintritt der Jugendlichen allgemein sowie jugendlicher Problemgruppen im besondern.

Die Analysen zu den frühen SchulabbrecherInnen basieren dabei auf dem neuen Mikrozensus 2004/2005 der Statistik Austria, wobei folgende Fragestellungen im Zentrum stehen:

  • Wie groß ist die Gruppe der BildungsabbrecherInnen?
  • Wie lassen sich die Dropouts im Vergleich zur gesamten Kohorte bzw. den erfolgreichen AbsolventInnen charakterisieren? Zeigen sich Zusammenhänge bezüglich des Geschlechts, der Arbeitsmarktstati, der Region (Stadt/Land), der ethnischen Herkunft (Staatsbürgerschaft), des Bildungsstandes und der beruflichen Tätigkeit der Eltern?


Was den Beschäftigungseintritt der Jugendlichen betrifft erlaubt das Mikrozensus Sonderprogramm II/2000 "Übergang Ausbildung - Erwerbstätigkeit" Sonderprogramm Analysen am Schnittpunkt zweier gesellschaftlicher Teilbereiche, die zwar eng miteinander verknüpft sind, traditionell jedoch in eigenständigen und kaum kompatiblen Statistiksystemen abgebildet werden. Auf Basis dieses Mikrozensus Sonderprogramms ist es zwar nicht möglich Bildungs- und Erwerbskarrieren lückenlos miteinander zu verknüpfen, dennoch enthält diese Datengrundlage Informationen über den Beschäftigungseintritt Jugendlicher, die bisher nur verstreut oder über Hilfskonstruktionen zugänglich waren. So werden in der vorliegenden Studie Antworten auf folgende Fragestellungen zu geben:

  • Wie lange dauert die Phase vom Ausscheiden aus dem Bildungssystem bis zur Aufnahme einer Beschäftigung?
  • Welcher Anteil der AbsolventInnen bzw. Dropouts ist bzw. ist (noch) nicht erfolgreich in das Beschäftigungssystem übergetreten?
  • Welcher Beruf wurde im Rahmen der ersten Tätigkeit ausgeübt?
    Dauert dieses erste Beschäftigungsverhältnis noch an bzw. wie lange Zeit war dieses aufrecht?
  • Wie hoch ist der Anteil von Arbeitslosigkeit Betroffener und wie lange dauerte die Phase der Arbeitslosigkeit an?
  • Schließlich wird noch die Frage beantwortet, wie sich die Dauer der Transition, die Qualität der Erstbeschäftigung sowie das Arbeitslosigkeitsrisiko der Jugendlichen in Abhängigkeit vom Bildungserfolg, Geschlecht, Wohnort (Stadt-Land), Bildung des Vaters sowie nach ethnischer Herkunft gestaltet.



Neben der Darstellung der Ergebnisse in deskriptiver Art und Weise werden für einzelne Fragestellungen auch Regressionsanalysen gerechnet. Mithilfe logistischer Regressionen wird versucht, die Bedeutung der Einflussfaktoren auf den frühen Schulabbruch abzuschätzen. Für die Transitiondauern von der Ausbildung in die Erwerbstätigkeit und die Dauer der ersten Beschäftigung erfolgt eine Modellierung der Survivalkurven mittels Cox-Regressionen.
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Project team

Peter M. Steiner, Mario Steiner

Runtime

07.2005–05.2006 (finished)

Client

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und Arbeitsmarktservice Österreich

Project documentation

Bildungsabbruch und Beschäftigungseintritt. Ausmaß und soziale Merkmale jugendlicher Problemgruppen PDF, 453 KB