PL4SD erfasst Maßnahmen im Bereich der Sozialen Dimension des Bologna-Prozesses, die in den 47 Bologna-Mitgliedsstatten angewendet werden und stellt diese in einer Datenbank dar. Dabei werden Maßnahmen der Ministerien und der größten Stakeholderorganisationen (RekotInnenkonferenzen, Studierendenvertretungen) erfasst. Zweitens wird PL4SD drei Pilotstudien in Form von „country reviews“ durchführen, bei denen die Strategien im Bereich der Sozialen Dimension eines Staates von einem internationalen ExpertInnenteam begutachtet werden. Pl4SD arbeitet dabei eng mit der Bologna-Working Group on the Social Dimension und dem Bologna-Sekretariat in Armenien zusammen.
Für die Kunstuniversität Graz wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, bei der überprüft wird, ob ein AbsolventInnenmonitoring mit Hilfe der Daten der Arbeitsmaktdatenbank (AMDB) des BMASK ausgebaut werden kann.
Ausgangspunkt dieses Projektes sind die Debatte um Studienbeiträge sowie die Beobachtung, dass die Kosten für tertiäre Bildung in verschiedenen Hochschulsystemen auf unterschiedliche Weise zwischen privater und öffentlicher Seite aufgeteilt werden. Für die öffentliche Finanzierung der tertiären Bildung sind institutionelle Zuschüsse die wichtigste Mittelquelle, für die private sind es Beiträge Studierender. Gestützt auf ein Fallstudiendesign wird das Projekt vergleichend untersuchen, * welcher politische Ansatz zur Kostenteilung in verschiedenen Ländern verfolgt wird, * wie sich dieser im Zeitverlauf der letzten zwei Jahrzehnte verändert hat, und * welche Auswirkungen daraus hinsichtlich der Effektivität, der Effizienz und der Zugangsgerechtigkeit des Hochschulsystems resultieren. Es werden Fallstudien aus neun europäischen und nicht-europäischen Ländern (Deutschland, Ungarn, Polen, Portugal, Finnland, Österreich, Vereinigtes Königreich, Kanada und Südkorea) angefertigt. Das IHS trägt die österreichische Fallstudie zu diesem Auftragsprojekt der Europäischen Kommission bei.