Buchbeitrag in Steuerungsebenen der Arbeitsmarktpolitik
Der Beitrag beschäftigt sich mit einigen Themen im Bereich der Bildungspolitik, die in verschiedener Hinsicht mit den Fragen und Entwicklungen im Bereich der Steuerung von Arbeitsmarktpolitik zusammenhängen.
Erstens indirekt: konzeptionell und ideologisch. Die Debatten um Marktversagen und Staatsversagen, sowie um geeignete Formen der Steuerung und Organisation (Stichwort: „Governance“) spielen sich in beiden Politikfeldern ab. Dazu werden die aktuellen Diskurse und Rhetoriken skizziert. Zweitens sind verschiedene Formen der Verschränkung oder Koppelung zwischen den beiden Politikfeldern ein wichtiger Bestandteil dieser Diskurse, und auch eine Quelle von kontroversiellen Bewertungen. Verteidigung der Ideale von „Bildung“ (welcher eigentlich?) gegenüber der behaupteten oder befürchteten Unterordnung der Bildungspolitik unter das Primat der Ökonomie, oder die Problematik der Substitution von greifbaren und pragmatischen Maßnahmen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik durch die weniger greifbare und in ihren Ergebnissen schwer zurechenbare Bildungspolitik sind wichtige Motive dieser Kontroversen. Diese Kontroversen werden in einigen Punkten diskutiert, und im Hinblick auf pragmatische politische Perspektiven ausgeleuchtet.
Zitiervorschlag:
Lassnigg, Lorenz (2002), "Dritter Weg" zwischen links und rechts - emanzipatorische Potentiale einer kooperativen Bildungspolitik oder neoliberale Hegemonie?, in: Zilian, Hans G.; Flecker, Jörg (Hrsg.), Steuerungsebenen der Arbeitsmarktpolitik, Hampp, München, S. 176-208.
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