Die Praxis der Evaluation ist zum Teil mit konkurrierenden Anforderungen aus Politik und Wissenschaft konfrontiert. Die Politik erwartet die Bereitstellung von qualitativ entsprechenden Evaluationsergebnissen in nützlicher Form, termingerecht und kostengünstig, während von Seiten der Wissenschaft die Einhaltung wissenschaftlicher Gütekriterien und hohe methodische Standards im Vordergrund stehen. Das Ziel der von AMS Wien und WAFF beauftragen Studie, die vom IHS in Kooperation mit dem WZB durchgeführt wurde, besteht in der Entwicklung eines Evaluationsschemas, das diesen beiden Anforderungen gerecht werden kann.
Im ersten Teil wird die Entwicklung der Evaluationsforschung beginnend mit den "Klassikern" über die Reviews der OECD bis hin zur aktuellen internationalen Diskussion dargestellt. Auf Basis der Diskussion der unterschiedlichen theoretischen Ansätze und methodischen Vorgangsweisen wird schließlich eine praktikable Grundlage für die Beauftragung und Durchführung von Evaluationsprojekten entwickelt. Die im vorliegenden Handbuch entwickelten Standards der Evaluation haben für alle Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik Geltung, ihre Konkretisierung und die beispielhafte Darstellung von Fragestellungen und methodischen Vorgangsweisen erfolgt für einige ausgewählte Maßnahmentypen (Beratung, Qualifizierung, Lohnkostenzuschüsse, Sozialökonomische Betriebe, Stiftungen bzw. stiftungsähnliche Maßnahmen) und vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktsituation in Wien.
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Lorenz Lassnigg, Andrea Leitner, Angela Wroblewski, Mario Steiner, Peter M. Steiner, Kurt Mayer
03–03.2000 (abgeschlossen)
AMS-Wien, WAFF
Günter Schmid und Klaus Schömann (Wissenschaftszentrum Berlin, WZB)
Kurzfassung publiziert in: Forschungs- und Entwicklungsberichte des AMS Wien 1999, Nr. 8, 357-379, zu beziehen unter www.ams.or.at/wien