Beschäftigung
Bildung

Projekte: Antizipation
 



Antizipation der Entwicklungsmöglichkeiten des Niederösterreichischen Fachhochschulwesens. Grundlagen für ein Niederösterreichisches Fachhochschulkonzept

In diesem Forschungsprojekt wurden zunächst durch eine Analyse des Beschäftigungs-, Bildungs- und Innovationssystems in Niederösterreich (Band 1) die quantitativen Grundlagen für die Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens analysiert und prognostiziert.

In dieser Studie werden nun die inhaltlichen Einflussdimensionen für die weitere Entwicklung des FH-Wesens in Niederösterreich im Zuge einer qualitativen Analyse erarbeitet. Zu Beginn werden auf Basis eines umfangreichen Literaturstudiums die internationalen Entwicklungen im tertiären Bildungssektor sowie die Situation in Österreich diskutiert. Damit wird ein Referenzrahmen für die Diskussion der Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens geschaffen, bevor eine umfangreiche Beschreibung der aktuellen Situation des niederösterreichischen Fachhochschulwesens und anderer seine Entwicklung beeinflussender Bereiche mit dem Ziel folgt, Einflussfaktoren auf und Fragestellungen für die Zukunft des FH-Sektors in Niederösterreich herauszuarbeiten und entwicklungsrelevante Zusammenhänge aufzuzeigen. Die Einflussfaktoren auf die Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens werden v.a. auf Basis von Interviews mit ExpertInnen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung und Technik/Innovation erarbeitet und in Hinblick auf ihre spätere Verwendung im Rahmen der Szenariotechnik gebildet. Im Beitrag der KollegInnen Toos Feijen und Theo Reubsaet werden diese Einflussfaktoren auf die Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens mit der niederländischen Situation kontrastiert. Da die Niederlande über eine sehr viel längere Tradition im tertiären - nicht universitären Ausbildungswesen verfügen, wird aus diesem Beitrag auch ersichtlich, wie aktuelle Problemstellungen für die Entwicklung in Österreich in den Nierlanden gelöst wurden. Um die Vielzahl von Einflussfaktoren und Wirkungszusammenhängen für die weitere Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens in einen dynamischen Zusammenhang bringen zu können wurde schließlich ein Szenarienworkshop mit den interviewten ExpertInnen und moderiert von Univ.Prof.Dr. Peter Weinbrenner und Dr. Thomas Retzmann von der Universität Bielefeld veranstaltet. Ziel dieses Workshops bildete die Erarbeitung von best-case und worst-case Szenarien der Entwicklung des niederösterreichischen Fachhochschulwesens bis ins Jahr 2015 sowie von Überlegungen, wie der schlimmste aller Fälle vermieden, sowie die bestmögliche Entwicklung erreicht werden kann.
nach oben

Projektteam

Mario Steiner, Lorenz Lassnigg, Martin Unger, Weinbrenner P., Retzmann T., Feijen T., Reubsaet T.

Laufzeit

04–04.2001 (abgeschlossen)

Auftraggeber

Studie im Auftrag der Niederösterreichischen Bildungsgesellschaft für Fachhochschul- und Universitätswesen

Kooperationspartner

Universität Bielefeld-D, Revice-NL, ÖIR

Sonstiges

Zusammenfassende Ergebnisse des Forschungsprojektes können unter Angabe der Projektnummer 636 über die IHS-Bibliothek bezogen werden. Kontakt: <a href="mailto:library@ihs.ac.at">library@ihs.ac.at</a>